Swakopmund - Robben - Cape Cross
Mehr als 20 Grad werden hier selten gemessen, eine Wohltat nach Monaten mit Temperaturen jenseits der 40 Grad.
Zeltplätze und Feriensiedlungen vermehren sich explosionsartig. Der Benguela-Strom sorgt zusätzlich für volle
Netze und reiche Beute bei Fischern und Anglern. Und für volle Bäuche bei unseren Ohrenrobben am Cape Cross.
Das Kreuz-Kap, Ort der ersten europäischen Landnahme ist Heimat von zigtausenden , blökenden Seelöwen.
Hier, 130 km abseits der letzten großen Siedlung mit 20.000 Menschen, leben über 250.000 Robben auf engstem Raum.
Und das riecht man! Bei Seewind dringt der Duft tief ins Gewebe und trotzt allen Versprechen der heimischen Waschmittelindustrie.
Das größte Gedränge herrscht in der Brunftzeit im September und Oktober.
Dann nämlich gesellen sich die bis zu 360 Kilogramm schweren Bullen zur Herde.
Die Revierkämpfe und das Gerangel um die Weibchen bringen reichlich Aktion.
Klar, dass man da mit seinem Fotoapparat auf Distanz bleibt.
Die vor sich hindösenden Kühe und Jungtiere dagegen erlauben jedem Besucher bis auf Schrittentfernung nahe zu kommen.
Portrait- und Detailaufnahmen verdrängen die Ammoniakschwaden, zumindest im Augenblick.
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Schakale lassen sich regelmäßig in der Kolonie blicken.
Sie entsorgen erdrückte Jungtiere. Die häufigste Todesursache bei den kleinen Robben sind Verletzungen infolge
von Unachtsamkeit größerer Tiere beim Liebeswerben. Die Bestände an Namibias Küste sind trotz der relativ hohen
Todesrate bei Jungtieren nicht gefährdet. Natürliche Feinde, die Killer- und Schwertwale sind weitgehend ausgerottet.
Noch lange haben wir das ziegenähnliche Blöken der Pelzrobbenbabies in den Ohren und den dazugehörigen Gestank im Auto.
So bleibt uns der Besuch dieser gigantischen Massenansammlung als rundum sinnliche Erfahrung im Gedächtnis.
Nur wenige Autominuten weiter nördlich zeugt das Wrack der „Winston“ vom Schrecken, der von Namibias Küste auf die Seefahrer ausging.
Dichter Nebel, stürmische Winde und unberechenbare Strömungen sorgten für zahlreiche Havarien.
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