Gäste-Farm Ombuerendende
Die mächtigen Eukalyptusbäume spenden Schatten für Menschen, Tiere und Fahrzeuge. Die Sonne deutet drei Stunden nach der Landung an, welch enorme Kraft sie hier entwickelt. Fürsorglich werden wir sofort von Heide angehalten, Sonnenschutz in Form von Creme, Kopfbedeckung und Sonnenbrille anzulegen. Ombuerendende liegt auf einer Höhe von fast 1700 Metern über dem Meer. Die dünne Höhenluft macht es der Sonne einfach, doppelt brutale Wirkung zu erreichen. Bis zum obligatorischen Mittagsschlaf nutzen wir die Zeit für einen ersten, kurzen Rundgang auf dem Farmgelände. 6000 ha Fläche, immerhin die Größe einer deutschen Kreisstadt, bieten uns ausreichend Gelegenheit für ausgedehnte Spaziergänge.
Doch weit kommen wir bei unserer ersten Exkursion nicht. Aus etwa zweieinhalb Metern Höhe begrüßen uns zwei riesige Augen einer Straussenhenne. Die dazugehörigen Ur-Füße raten uns zum geordneten Rückzug. Bei unseren nächsten Gängen durch die Buschsavanne wird der mächtige Vogel unser treuer Begleiter sein. Neugierig wird er im gebührenden Abstand jeden unserer Schritte in seinem Revier begutachten.
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Siggi, erfahrener Jagdführer, sorgt immer für ein gut gefülltes Kühlhaus. Oryx, Kudu, Hartebeest und andere Wildarten liefern Biofleisch vom Feinsten. Heide`s Kochkünste garantieren, dass jede Mahlzeit auf Ombuerendende zu einem Festessen wird. Unvergessliche Schlemmer-Highlights sind die opulenten Grillabende, die erst weit in der namibischen Nacht unter einem funkelnden Sternenhimmel ausklingen. Selbstgemachte Butter, Sahne, Marmelade, Wurst, Farmbrot, Kuchen, Wildspezialitäten und viele einheimische Leckereien garantieren, dass niemand ungewollt Gewicht verliert. Eine Wildpfanne „Farmland“ ist unsere erste kulinarische Erfahrung. Viele weitere folgen und lassen uns alle guten Vorsätze zum Thema Abnehmen vergessen. Und das ist gut so.
Die Temperatur hat in der Mittagszeit ebenfalls deutlich zugelegt. Es ist üblich, in der Zeit bis zum Kaffee ein Nickerchen einzulegen. Der Nachtflug in den Knochen lässt keinen Widerspruch zu. Nach einer Minute stellt sich der Tiefschlaf ein. Zuvor hat Siggi eine erste Pirschfahrt für den späten Nachmittag angekündigt. Ein umherstreifender Leopard hat seine Spuren hinterlassen – mal sehen, ob wir ihn entdecken!
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