Namib - Naukluft
Nur wenige Meter hinter dem südlichen Ortsausgang verlassen wir nun endgültig die komfortable Teerpad.
Rechts geht es ab auf die Pad in Richtung Klein Aub.
Obwohl wir schon auf der Farm einen ersten Eindruck vom Schotterfahren gewonnen haben, stellt uns die Fahrt im eigenen Fahrzeug
und selbst am Steuer auf den ersten Kilometern auf eine harte Probe.
Das ausgeprägte Waschbrettprofil fordert von Mensch und Material in der Praxis mehr ab, als die Theorie ahnen lässt.
Bald schon stellen sich Zweifel ein, ob man auf solch einem Untergrund eine Strecke von mehreren Tausend Kilometern schadlos überstehen kann.
Nach einigen Stunden Fahrt weicht die Skepsis. Schnell gewöhnt man sich an die neuen Straßenverhältnisse.
Nach einem Dutzend Trockenflussdurchfahrten mit steilen Einfahrten bergab und ebenso steilen Ausfahrten bergan,
steuert sich das Fahrzeug fast von selbst, moderate Geschwindigkeit vorausgesetzt.
Je weiter wir nach Süden vorankommen, desto karger präsentiert sich die Vegetation.
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Gelegentlich ziehen Hirten mit ihren Ziegen oder Schafen neben der Straße und winken fröhlich den Touristen mit ihren Staubmaschinen zu.
Vor sich hinrostende Autowracks erinnern in unregelmäßigen Abständen den Fahrer daran, einen Blick auf den Tacho zu werfen.
Die Gleichförmigkeit und Weite verleitet zu Leichtsinn, dessen Resultate dort mahnen.
Neugierig wachen Erdhörnchen am Straßenrand, dass weder Adler noch Auto ihnen zu nahen kommen.
Von uns haben sie nichts zu befürchten, wir halten uns meist mittig auf der Pad.
Nur bei Gegenverkehr nähern wir uns für kurze Zeit dem linken Wegrand, um kurz nach der Vorbeifahrt wieder in die sichere Mitte zu wechseln.
Durch die hohen Staubfahnen wird das entgegenkommende Fahrzeug, schon lange bevor es zu sehen ist, angekündigt.
Vor den wenigen unübersichtlichen Kurven und Hügeln verlassen wir ebenfalls die Wegmitte nach links. So kommt etwas Abwechslung ins Fahrgeschehen.
Die unendliche Weite der Landschaft und des stahlblauen Himmels ziehen langsam vorbei...
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