Etoscha-Nationalpark - Namutoni - Tsumeb
Geprägt von den optischen Eindrücken der letzten drei Tage suchen unsere Augen automatisch den Straßenrand nach Wild ab.
Doch die hohen Zäune der Luxusherbergen für Großwildjäger aus Übersee erlauben keinen Einblick für nicht zahlende Gäste.
Wir finden uns schnell mit diesem Umstand ab, während sich die Bergbaustadt Tsumeb scheinbar im Fluge nähert.
Die gut ausgebaute Teerstraße führt durch flaches Buschland.
Nichts deutet darauf hin, dass wir uns einer Industrieregion nähern.
Doch bevor wir die Bergbaustadt erreichen sehen wir uns noch ein – zumindest in Namibia – seltenes Naturschauspiel an.
Die beiden einzigen natürlichen Seen des sonst wasserarmen Landes. Unweit der Straße liegt der Otjikoto-See.
Die Waffen und Kanonen, die von deutschen Truppen 1915 im See versenkt wurden, füllen heute die Räume des Museums von Tsumeb.
Das verträumte Städtchen empfängt uns mit einer subtropischen Gartenidylle entlang der Hauptstraße.
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Ein Besuch im Museum von Ilse Schatz bringt Wissenswertes über die Vergangenheit der Erzstadt.
Ihre Erzählungen über die Buschleute verbreiten eine solche Faszination, dass man die Ausführungen
über Bergbau und Kolonialgeschichte sofort vergisst. Sie liebt Ihr Namibia ohne Vorbehalt.
Das spiegelt sich in ihrem Museum wieder.
Es hält nicht nur die Kolonialgeschichte lebendig, sondern vermittelt einen nachhaltigen Eindruck von der Kultur der Himba und San.
Mineraliensammler finden in Tsumeb das Paradies. Aus den umliegenden Bergen werden 184 verschiedene Arten gefördert.
Zehn davon gibt es nur hier auf der Erde. Blei, Kupfer, Silber, Cadmium und Germanium werden hauptsächlich abgebaut.
Einige Gästefarmen und kleinere Hotels haben sich auf Mineraliensammler spezialisiert. Hier bleiben die Spezialisten unter sich.
Nach dem Besuch im Museum und einem kurzen Stadtrundgang machen wir uns auf den Weg nach Otjiwarongo.
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