Etoscha-Nationalpark - Okaukuejo
In Okaukuejo beziehen wir nahe der großen Wasserstelle, die nachts beleuchtet wird, unseren Bungalow.
Die Klimaanlage lässt uns die Mittagshitze draußen vergessen.
Erst zwei Stunden vor Sonnenuntergang wollen wir unsere erste Pirschfahrt starten.
Ziel ist das Okondeka-Rudel. Bei unseren letzten Besuchen haben wir an der gleichnamigen Wasserstelle das Löwenrudel beobachtet.
Mit etwas Glück sind die Könige der Tiere heute in ihrem Revier auf Beutezug zu sehen. Doch dazu später mehr.
Okaukuejo ist eins von den drei Camps, die für die Touristen offen stehen.
Hier befinden sich auch die Parkverwaltung und das Ökologische Institut,
das die Naturforschung und Wildhege regelt.
Okaukuejo wurde nach dem Ausbruch der Rinderpestepidemie im Jahre 1897 eine Kontrollstelle,
als die deutschen Behörden den ganzen nördlichen Teil des Landes abgrenzten,
um eine Verbreitung der Seuche zu verhindern. Ursprünglich hiess
Okaukuejo eigentlich Okakwiya, was bedeutet: „ Die Frau, die jedes Jahr ein Kind hat.“
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Vom Wasserturm bietet sich eine phantastische Sicht auf die Etoscha-Pfanne.
Sie ist 4731 Quadratkilometer groß, mit einer Länge von 110 Kilometern und einer Breite von 60 Kilometern an der breitesten Stelle.
Die Pfanne ist meistens trocken, außer wenn nach schweren Regenfällen die Ekuma- und Oshigamboflüsse im Norden überflutet sind.
Im Osten wird die Fischerpfanne von den Omuthiya-, Omuramba-Owambo- und Adom-Flüssen gespeist.
Diese Erweiterung der Pfanne steht den größten Teil des Jahres unter Wasser.
Im Süden gibt es zahlreiche permanente Quellen, die von den Wasserreserven im porösen Dolomitgestein gespeist werden.
Dieses Grundgestein steht an manchen Stellen über dem wasserdichten Lehmboden der Pfanne vor.
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