Etoscha-Nationalpark - Okaukuejo - Wasserstelle
Unzählige kleiner Abenteuer haben uns die Wartezeit auf Löwen, Elefanten, Nashörner und die anderen begehrten Trophäen verkürzt.
Selbst vorbeihuschende Echsen, behäbig wandernde Landschildkröten oder hoch über uns kreisende, zahllose Geier bieten Naturerlebnisse,
wie sie sonst nur aus guten Tierfilmen bekannt sind.
Jede Situation weckt sofort das Jagdfieber. Die Anzahl der Filme wird schon lange nicht mehr pro Tag berechnet.
Die neue Maßeinheit lautet: Pro Pirschfahrt. Waren es bisher ein Film pro Tag, heißt die Gleichung ab jetzt:
Zwei Filme pro Fahrt, plus ein Film in Reserve. In Afrika gilt eben besonders „Think big!“.
Vor Sonnenuntergang müssen alle Fahrzeuge wieder im Camp sein. Unsere Visite ist vorbei, bevor sie richtig angefangen hat.
Morgen bei Sonnenaufgang werden wir wieder vor dem Tor stehen. Elefanten gucken bei Olifantsbad und sehen,
ob bei Gemsbokvlakte Geparden erfolgreich waren. Vorher schlagen wir uns den größten Teil
der Nacht am beleuchteten Wasserloch unsres Camps um die Ohren.
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Hier stärken sich im Schutz der Dunkelheit Nashörner mit ihren Jungen.
Auch Elefanten und Löwen suchen diesen Platz gern auf und lösen bei ihrem Erscheinen ein Blitzlichtgewitter aus,
das jedem Sylvesterfeuerwerk alle Ehre machen würde.
So wie die neugierigen Touristen ständig kommen und gehen, wechseln sich auch die durstigen Tiere
im Verlauf der Nacht fast übergangslos an der Tränke ab.
Auch hier verkürzen die „Nebendarsteller“ das Warten auf Leopard und Co.
Nachtaktive Ginsterkatzen, etwas größer als unsere Stubentiger, jagen unbeirrt nach Mäusen und Erdmännchen.
Genauso wie Fleckenuhu und Schleiereule. Millionen von Insekten schwirren um die Flutlichter und laden Geckos und Fledermäuse zur nächtlichen Jagd ein.
Alles spielt sich lautlos vor unseren Augen ab,
und so schweigen auch wir fast die ganze Nacht staunend und überwältigt von diesem Wildlife-Ereignis der ganz besonderen Art.
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