Etoscha-Nationalpark - HALALI-Löwen
Beim abendlichen Grillen statten Schakale gerne einen kurzen Besuch ab.
Mittags leisten Glanzstare regelmäßig Gesellschaft bei Tisch.
Die possierlichen Erdmännchen betteln hin und wieder um einen kleinen Happen und die Ranger drücken in den Camps gern alle Augen zu.
Die Bungalows sind mit Klimaanlage, Kühlschrank, Küchenzeile, Toilette, warmer Dusche und Bettzeug ausgestattet.
An der Wasserstelle erkennt man erst nach genauerem hinsehen, dass ein Zaun vorhanden ist.
Fast unsichtbar in die Felsen verankert schützt es die Besucher vor den Tieren - und umgekehrt natürlich auch.
Mittlerweile ist dieses Wasserangebot von den Nashörnern, Elefanten und Leoparden aus den umliegenden Revieren angenommen
und nicht selten kann man sie nachts gemeinsam antreffen.
Dafür brauchte es mehrere Jahre, denn so schnell fassen wild lebende Tiere nicht das Vertrauen in künstlich angelegte Quellen.
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Die Vegetation präsentiert sich in ungewohnter Vielfalt.
Salzliebende Sträucher, Mopanebäume, Tamboti, Wildfeige, Dattel
und Makalanipalmen wechseln sich ab. Immer wieder aufgelockert durch weite Grasflächen,
die sich bis an die Ufer der Pfanne ausdehnen.
Hier, in der Nähe von Halali, hat der Besucher die Gelegenheit in die Pfanne zu fahren.
Ein Stück weit hinaus führt der holprige Weg ins weiße Nichts.
Die Luft gaukelt flimmernd Trugbilder von fernen Wassern vor.
Entfernungen und Grenzen verschieben sich. Auf 50 bis 60 Grad Celsius steigt die Oberflächentemperatur
in den Mittagsstunden. Die Fläche barfuss zu durchschreiten, sollte sich niemand s zutrauen.
Nur wenige hundert Meter vom Pfannenrand, nahe der Wasserstelle Batia, jagt ein weiteres Löwenrudel.
Bei unserem letzten Aufeinandertreffen haben wir zehn Mitglieder gezählt.
Nach einem erfolgreichen, nächtlichen Beutezug haben sie sich gesättigt auf
und direkt neben dem Weg zur Ruhe gelegt. Wir waren die ersten frühmorgens unterwegs
und unsere Anwesenheit hat das Rudel nicht beunruhigt. Über eine halbe Stunde lang konnten
wir bei bestem Licht Aufnahmen aus kürzester Distanz von jedem einzelnen Tier machen.
Erst als sich weitere Fahrzeuge versammelten und ein großer Reisebus abrupt stoppte,
war es mit der Geduld der Löwen vorbei. Nicht hektisch, aber zielstrebig suchten sie
einen ruhigen Platz weit außerhalb neugieriger Blicke, bald unsichtbar für alle folgenden Gäste.
Nach wenigen Augenblicken hat nichts mehr darauf hingedeutet, dass hier eben noch zehn stattliche Räuber gelagert haben.
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