Etoscha-Nationalpark - Namutoni
Unsere letzte Station erreichen wir mühelos auf der frisch gehobelten Pad.
Kurz vor unserer Ankunft beobachten wir eine Herde Elefanten beim Waldroden. Spielerisch knicken mehr als 50 Dickhäuter Bäume um.
Das spärliche Grün von den Ästen und Grasbüschel werden im Wechsel verspeist.
Im Gegensatz zu den Löwen lassen sich die grauen Riesen selbst von größeren Fahrzeugansammlungen nicht stören.
Es kann sein, dass ein halbstarker Bulle einmal testet, was er mit seinem Stoßzahn auf den Lack malen kann, wenn man zu dicht an seinem Essplatz parkt.
Vertreiben lässt er sich aber sicher nicht.
Auch an er Wasserstelle in Namutoni lassen sich regelmäßig große Elefantenherden blicken.
Leider kündigen sie sich vorher nicht an, und so ist es eben Glück,
wenn man aus dem kühlen Schatten des Beobachtungsplatzes zusehen kann,
wie sich solch eine Gruppe am Wasser verhält.
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Hyänen, Löwen und Giraffen sind hier häufige Gäste.
Wer sich an diesem Wasserloch postiert, muss gewiss einige Stunden ruhigen Wartens
in Kauf nehmen, wird aber mit Sicherheit durch ungewöhnliche Naturschauspiele belohnt.
Aufgereiht wie Perlen ziehen Zebras vorbei, trinken und verschwinden wieder im Busch.
Ein ganz anderes, besonderes Verhalten zeigen die Giraffen. Strategisch günstig verteilen
sich die Herdentiere in sicherer Entfernung rund um den Tümpel. Sichernd verdrehen sie ihre turmhohen Hälse.
Zögerlich nähern sie sich dem Wasser, um immer wieder einen plötzlichen Rückzug anzugaloppieren.
Aufgeschreckt durch ein eingebildetes oder tatsächliches Geräusch, wiederholt sich das Spiel
und kann stundenlang andauern, bis es zum Höhepunkt einer bald komisch anmutenden Choreographie eskaliert.
Die Vorderbeine weit auseinandergespreizt, den Hals zur Wasseroberfläche gebogen,
bieten sie nicht nur ein lustiges Motiv. In dieser Trinkposition sind sie leicht angreifbar.
Bevor sie aus der Sicherheit ihrer sonst hohen Beobachtungswarte in die Niederungen der gefährlichen Tränke abtauchen,
wollen sie eben ganz sicher sein, dass keine Großkatze diese Lage zu ihren Gunsten nutzen kann. Und darauf kommt es an,
wenn die Art erhalten werden soll.
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