Swakopmund - Etoscha Nationalpark

Bequeme Zeitgenossen neigen dazu, die Teerstraße von Swakopmund via Okahandja nach Etoscha zu nehmen. Unsere Wahl fällt jedes Mal auf die Tour durch die Wildnis.
Früh beginnen wir diesen Tag. Nicht etwa, weil die vor uns liegende Strecke besonders lang wäre. Auch nicht wegen der größtenteils schwierigen Schotterpiste.

Und diesen Weg wollen wir mit Bedacht gehen. Deutschtümelei, deutsche Kolonialgeschichte, deutsches Wetter- all das lassen wir hinter uns, als wir die Stadtgrenze von Swakopmund passieren. Die Zeltplätze entlang der Küste, Feriensiedlungen Wlotzkasbaken, Hentiesbaai und den für die früheren Seeleute tödlichen Streifen durchqueren wir nach nur zwei Stunden.
Ein letztes Mal durch das Nichts der Namib. Menschen- und Tierleer. Doch das wird sich bald ändern.

Tiefblauer Himmel und zunehmende Wärme empfängt den Reisenden, kaum hat er dem Ozean den Rücken gekehrt. Beim ersten Halt auf der schnurgeraden nicht gerade einfach zu fahrenden Piste wird die warme Kleidung gegen sommerliches Outfit getauscht. Am Horizont lassen sich bald vereinzelte Bergsilouetten ausmachen.
Das Brandbergmassiv zeigt sich als mächtiges Gebirge. Mit seinen 2573 Metern Höhe ist der Königstein die höchste Erhebung des ganzen Landes. Über viele Kilometer wird der Blick von diesem „Verbrannten Berg“ angezogen. Andere Erscheinungen wie Zäune, Bäume oder gar kleiner Siedlungen sind nicht vorhanden und werden kaum wahrgenommen.
Allmählich kündigt sich der Übergang von der Wüste zur Savanne an. Die weiten Ebenen rundum färben sich gelblich-grün. Dichter wachsendes Gras und vermehrt einzeln stehende Büsche und Bäume lassen darauf schließen, dass in Regenzeiten reichlich Wasser den Boden nährt.
Eine wahre Wohltat sind die letzten Kilometer dieser Etappe bis zur Vingerklip-Lodge. Für die zum Teil sehr rauen Straßenverhältnisse entschädigt eine Teerstraße und ermöglicht wieder eine normale Unterhaltung im Fahrzeug. Am Fuß der durch Erosion freigelegten 35 Meter emporragenden Vingerklip wartet die Lodge mit schönen kleinen Bungalows, einem Swimmingpool und stets gut gelauntem Personal. Spezialitäten der Damara- küche stehen auf dem Speiseplan.
Auf einem eigens dafür hergerichteten Platz wird der Sundowner unter dem Reetdach serviert.

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Auf Wiedersehen in Namibia! Vielleicht treffen wir uns ja bei einem gemeinsamen Urlaub, einer Safari oder auf einer Rundreise im südlichen Afrika?! Oder in der Wüste Namib!