Namib - Die Pirsch geht weiter...
Die Erstürmung der Naukluft-Berge gehen wir locker an. Auf steinigen Pfaden erklimmen wir uns in schwindelnde Höhen.
Steile Felsabhänge auf der einen, furchterregend tiefe Schluchten auf der anderen Seite. Manchmal werden uns die Hände feucht.
Hin und wieder zeichnet ein Köcherbaum seine Silhouette in den blauen Himmel.
Akazien und dorniges Gestrüpp siedeln in jeder Ansammlung von Erdreich zwischen Steinbrocken.
Auf einem kleinen Plateau angekommen, lässt sich nur schätzen, welche Höhendifferenz in den letzten Minuten, oder waren es gar Stunden, überwunden wurden.
Wir befinden uns zwar nicht auf der höchsten Erhebung, einige hundert Meter Felswand haben wir dennoch bezwungen.
Die Kletterpartie über Felsbrocken hat unseren vollen Körpereinsatz gefordert.
Auf Händen und Füßen, ab und zu auf dem Hosenboden geht es talwärts in die Grassteppe.
Ein Bergzebra, besser noch eine ganze Herde.
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Die Hartmann-Zebras haben sich glücklicherweise in dieser Schutzzone vermehrt, nur zu Gesicht bekommt man diese scheuen Tiere selten.
Jedenfalls kaum auf einem Kurztrip wie unserem.
Den ärgsten Feind der Zebras, den Leoparden, wird man auch bei längerem Aufenthalt kaum erblicken.
Der scheue Räuber hält sich tagsüber in Felsverstecken verborgen. Im Schutz der Nacht geht er auf die Jagd.
Der Anblick der vielen anderen großen und kleinen Wüstenbewohner bietet Entschädigung genug.
Und wenn auch die sich nicht blicken lassen wollen, müssen wir eben mit den allgegenwärtigen Pavianen
vorlieb nehmen und möglichst viele der über 200 hier vorkommenden Vogelarten beobachten.
Die steinerne Stille dieser menschenleeren Landschaft dagegen wird uns lange in Erinnerung bleiben.
Wir haben einen Tag in einer der einzigartigsten Wüstenland- schaften der Welt verbracht.
Einer Landschaft jenseits aller vertrauten Bilder und Muster. Tagelang hätte dieser Marsch weiter gehen können.
Der Zauber des Gesehenen wirkt noch lange nach während der Fahrt über die staubige Pad nach Swakopmund.
Es heißt Abschied nehmen von Simone und Walter, von den beeindruckenden Bildern und Erlebnissen
der letzten Tage – bis wir uns in einem Jahr wiedersehen werden. Das ist sicher!
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